Gboxen

01.04.2021

Abschlusspräsentation:
Guerilla-Sensing

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Informatik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg haben wir ein Guerilla-System zur Messung, Analyse und Auswertung von Umweltdaten entwickelt. Die Projektgruppe wurde von Prof. Dr. Andreas Winter (Abtl. Softwaretechnik) und Prof. Dr.-Ing. Oliver Theel (Abtl. Systemsoftware und verteilte Systeme) betreut.

Der Name "Guerilla-Sensing" ergibt sich aus unserem Ziel, für die breite Öffentlichkeit eine Plattform zu entwickeln, mit der Umweltphänomene schnell, spontan oder auch verdeckt erfasst und ausgewertet werden können.

Warum wir glauben, dass sich der Besuch unserer Präsentation für Sie lohnen könnte, möchten wir Ihnen kurz erläutern:

Die von uns entwickelte Messstation "GBox" vereinfacht das Messen und Auswerten von Umweltphänomenen und das, ohne große Investitionen tätigen zu müssen. Basierend auf einem flexiblen und erweiterbaren Produkt können verschiedenste Sensoren zum Einsatz kommen und damit eine Vielzahl an Messgrößen wie z.B. Bodenfeuchtigkeit, Radioaktivität, Feinstaub und viele mehr erfasst werden. Die Darstellung und Analyse der Messergebnisse erfolgt durch die Guerilla-Plattform. Auf dieser Plattform lassen sich alle Messwerte einsehen, nachvollziehen und auswerten. Die Guerilla-Plattform bietet die Möglichkeit, Messungen zu visualisieren und zu analysieren und automatisierte Benachrichtigung bei Überschreitung eines Grenzwertes zu versenden. Dadurch sind Benutzer stets zeitnah über mögliche Grenzwertverletzungen informiert und können reagieren. Wir stellen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereit, um auch Einsteigern den Weg zur eigenen Messstation zu erleichtern.

Vielleicht fällt Ihnen jetzt schon ein Ort ein, an dem Sie selbst messen oder Messwerte einsehen möchten.

Sie interessieren sich für die Funktionalität unserer Plattform und haben Interesse an der technischen Umsetzung? Dann gibt Ihnen die Abschlusspräsentation mit Sicherheit einen interessanten Einblick.

Der Ablaufplan für den 01.04.2021 sieht wie folgt aus:

1. Projektvorstellung: [Beginn: 09:30 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten + Diskussion]
• Motivation: Warum haben wir das Projekt überhaupt entwickelt?
• Lösungsidee: Wie funktioniert die Plattform?
• Fallstudien: Wie haben wir unser System schon während der Entwicklung im praktischen Einsatz gehabt?
• Live-Demo: Wie baue ich eine Gbox zusammen und nehme sie in Betrieb? Wie verbinde ich sie mit unserer Plattform? Wie benutze ich die Website?
• Ausblick: Welche zukünftigen Möglichkeiten gibt es?

2. Technische Umsetzung des Projekts. [Beginn: 11:15 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten + Diskussion]
• GBox: Wie funktioniert unsere Messstation?
• Backend: Wie werden die Messdaten verarbeitet und gespeichert? Wie kommen sie auf die Webseite?
• Frontend: Wie ist unsere Webseite aufgebaut? Wie funktioniert sie genau?

3. Management: [Beginn: 12:45 Uhr, Dauer: ca. 40 Minuten + Diskussion]
• Projektarbeit: Wie haben wir gearbeitet?
• Anfoderungsmanagement: Wie haben wir geplant?
• Continuous Integration: Wie konnten wir sicherstellen, dass die verschiedenen Teile unserer Plattform stets zusammen funktionierten?


Wir hoffen, wir haben Ihre Neugierde geweckt und freuen uns sehr über Ihre Teilnahme an unserer Präsentation.
Die Präsentation findet online über das Konferenzsystem BigBlueButton der Universität Oldenburg statt und ist am 01.04.2021 unter folgendem Link erreichbar:

https://uol.de/se?vc-guerilla-sensing

CO²-Ampel

01.12.2020

Fallstudie:
CO²-Ampel

In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilhaus St. Remberti der Bremer Heimstiftung haben wir eine Fallstudie mit der von uns entwickelten CO2-Ampel durchgeführt.
Für diesen Einsatz wurde eine G-Box mit einem SCD30 (CO2-Sensor) ausgestattet. Über die G-Box und den dort verbauten SCD30 wurde der CO2-Gehalt der Luft in ppm (englisch für "Anteile pro Million") gemessen.
Die Fallstudie zielt darauf ab, eine Antwort auf die Frage, "Wie beeinflusst die CO2-Ampel das Lüftungsverhalten und damit den CO2-Gehalt der Luft?", zu finden.
Das Stadtteilhaus St. Remberti wiederum erhoffte sich von der Fallstudie ihr Lüftungsverhalten zu kontrollieren und ggf. zu optimieren. Dieses Ziel begründet sich insbesondere durch die aktuellen Umstände durch die SARS-CoV-2 Pandemie. Da durch den CO2-Gehalt der Luft ein Rückschluss auf den Aerosol-Gehalt der Luft geschlossen werden kann. Aerosole bezeichnet die durch die ausgeatmete Atemluft getragenen Partikel die bei einer SARS-CoV-2 Erkrankung dessen Erreger enthalten. Die Verteilung von Aerosolen und CO2 in der Raumluft ist sehr ähnlich, wodurch bei einem erhöhten CO2-Gehalt der Raumluft auch ein erhöhter Aerosol-Gehalt erwartet wird.
Die entwickelte CO2-Ampel zeigte durch Signallichter an wie hoch der CO2-Gehalt der Luft zu einem Zeitpunkt war. Somit hat die CO2-Ampel einen Hinweis gegeben den Raum zu lüften. Das Lüften gilt, als eine der effektivsten Soforthilfen um den CO2-Gehalt der Luft zu senken.
Da das Stadtteilhaus St. Remberti ihr Lüftungsverhalten durch die CO2-Ampel optimieren konnte, konnte Fallstudie die Antwort auf die Frage, "Wie beeinflusst die CO2-Ampel das Lüftungsverhalten und damit den CO2-Gehalt der Luft?", liefern.

Durch den Erfolg, der mit der CO2-Ampel erzielt werden konnte, hat sich die CO2-Ampel einen Platz in unserem G-Box-Konfigurator gesichert. Somit wird ermöglicht, dass die CO2-Ampel problemlos nachgebaut und auch durch dich betrieben werden kann.

Radioaktivitätssensor

02.11.2020

Feldversuch:
Castor-Transport

Im November 2020 erreichte Deutschland ein Castor-Transport, mit Atommüll aus der britischen Atomanlage Sellafield. Diese Castoren wurden in Nordenham auf einen Zug verladen, dessen Ziel Biblis in Hessen war.
Durch die Konstruktion des Castors, welcher eine Wandstärke von 40 Zentimetern aufweist, wird dafür gesorgt, dass keine Strahlung nach außen gelangen kann. Dennoch ist die Sorge groß, dass von den Castoren gefährliche Strahlung ausgeht immer präsent.
Somit hatten wir als Guerilla Sensing uns dazu entschieden eine Messung entlang der Bahnstrecke durchzuführen. Somit konnte unabhängig ermittelt werden, ob eine messbare Strahlung von den Castoren ausging.
Am 02. November 2020 wurde an einem Streckenabschnitt zwischen Berne und Hude eine G-Box platziert.
Diese G-Box wurde mit einem Radioaktivitätssensor ausgestattet, wodurch die Strahlung, die von den Castoren ausging, gemessen werden konnte. Bei dieser Messung hat die G-Box keine überdurchschnittlich hohen Werte erfassen können.

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